Neuigkeiten

Mi

01

Nov

2017

Lebendige Alster-Film ab sofort online

Ab sofort ist der neue Lebendige Alster-Film online und hier zu sehen. Viel Spaß!

Di

05

Sep

2017

Aktionstag am 16. September

Anpacken für eine lebendige Alster!

Am 16. September ab 10 Uhr veranstaltet das Projekt Lebendige Alster einen Aktionstag an der Alster in Bergstedt. Freiwillige Helfer/innen sind herzlich willkommen! Anmeldung erbeten unter info@lebendigealster.de oder 0176-83120703.

Material, Werkzeug sowie Getränke und einen kleinen Imbiss stellt das Projekt Lebendige Alster bereit. Freiwillige Helfer/innen jeden Alters sind herzlich eingeladen, bei diesem Einsatz mitzumachen. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Lediglich feste Kleidung und evtl. Regenschutz werden empfohlen. Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte für den Aktionstag an. Dabei wird der genaue Treffpunkt bekannt gegeben.

Do

17

Aug

2017

Kanutour auf der „Lebendigen Alster“

Kanutour auf der "Lebendigen Alster"
Kanutour auf der "Lebendigen Alster"

Auch in diesem Jahr hat das Projekt „Lebendige Alster“ wieder zu einer familienfreundlichen Kanutour auf der Alster eingeladen. Insgesamt neun Kinder und Erwachsene ließen sich auch von einem heftigen Regenschauer beim Ausladen der Kanus nicht abschrecken und brachen unter der erfahrenen Leitung von Umweltpädagogin Katharina Henne zu einer abenteuerlichenTour auf.

Startpunkt war die Wohldorfer Schleuse, an der die Kanus zu Wasser gelassen wurden. Sonnenschein belohnte die Teilnehmer kurz nach dem Start, schien durch das grüne Blätterdach und brachte die Schönheit der Alster zur Geltung. Schon bald wurden die ersten Prachtlibellen gesichtet. Die Tour führte auch an einigen Maßnahmenstandorten des Projektes vorbei: Kiesbänke,Totholz und auch die Flutmulde am Haselknick konnten besichtigt werden. Die Regenfälle der vorhergehenden Tage hatten den Wasserstand und die Strömungsgeschwindigkeit der Alster deutlich erhöht und auch einige Bäume in den Fluss stürzen lassen. Nach einer ziemlich rasanten Fahrt erreichten alleTeilnehmer glücklich und mehr oder weniger trocken den Zielpunkt Mellingburger Schleuse. Es hat Spaß gemacht, bis zur nächsten Tour!

Di

08

Aug

2017

Sturzbäume – Überschwemmungsgefahr oder günstige Umsetzungsmöglichkeit der Wasserrahmenrichtlinie?

Sturzbäume in der Alster
Sturzbäume in der Alster

Die Sicherstellung des ordnungsgemäßen Abflusses ist eine wichtige Aufgabe der Wasserwirtschaft. Gerade in der Metropole Hamburg mit Siedlungsraum, der oft bis ans Ufer der Gewässer reicht, ist ein Keller schnell voll gelaufen und der Spazierweg entlang der Gewässer überflutet. Entsprechend argwöhnisch wurden Renaturierungsmaßnahmen, die die Förderung von Totholz zum Ziel hatten, noch vor kurzer Zeit von der Wasserwirtschaft betrachtet.

Mittlerweile haben sich die Zeiten etwas geändert. Der gute ökologische Zustand unserer Gewässer ist das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie und des Wasserhaushaltgesetzes. Nicht jeder Baum, der nach einem Sturm im Wasser liegt, muss für viel Geld geborgen werden. Sturzbäume können eine kostengünstige Variante der Restrukturierung von Gewässern darstellen. Nicht jeder Baum stellt eine Gefahr für den Abfluss dar und kann im Bach verbleiben. Querlieger können allerdings ein Hindernis für den Abfluss und Kanufahrer darstellen. An den Rand gezogen und mit Pflöcken befestigt können aber auch diese Bäume im Gewässer verbleiben und stellen damit einen großen ökologischen Nutzen dar.

Die Bedeutung von Totholz gerade für die Bäche des Tieflandes kann nicht deutlich genug betont werden. Auch nach Jahren im Wasser verrottet Holz in der Regel nicht. Wassergesättigt liegt es als vielfältiger Lebensraum auf der Gewässersohle und kann von Wasserorganismen, wie Krebstierchen, Schnecken und Insektenlarven, besiedelt werden. Gerade Fische sind im strömenden Wasser auf Unterstände und Einstände angewiesen. Während ausgeräumte Gewässer toten Wüsten gleichen, finden sich in naturnahen und reich strukturierten Flüssen oft kaum vorstellbare Mengen an Arten, Individuen und Biomasse. Der Einbau von Totholz ist ein wichtiger Bestandteil des Projektes Lebendige Alster.

Do

03

Aug

2017

Kiesdepots, naturnahe Uferbefestigung und Kiesrausche in Wellingsbüttel

Kies und Baumwurzeln schützen nun das Ufer vor Erosion
Kies und Baumwurzeln schützen nun das Ufer vor Erosion

An der Einmündung des Rehmkoppelgrabens in die Alster befindet sich einer der wenigen Plätze, an denen das Wasser der Alster tatsächlich rauscht. Seit langer Zeit schon besteht diese durch kiesige Sohlsubstrate geprägte und gefällereiche Strecke ohne durch die großen Mengen mobiler Sande verschüttet zu werden. Entsprechend gute Lebensbedingungen finden die Tiere, die auf und im Zwischenraum der Sohle leben, wie z.B. Bachflohkrebse, Köcherfliegen- und Steinfliegenlarven. Die hohe Attraktivität solcher Abschnitte lädt ein zum Spazieren, Verweilen und Spielen. Hier ist der Fluss noch Fluss!

Allerdings bringt die hohe Frequentierung durch Menschen und Hunde auch deutlich negative Erscheinungen mit sich: abgetretene und erodierte Ufer, ein befestigter Weg auf der Böschungsoberkante und zertretene Vegetation sind für die Alster eine große Belastung. Solche Bereiche finden sich an hunderten von Stellen entlang der Hamburger Alster. Unbeeinflusste Fließstrecken finden sich dagegen nur wenige. Um den vielen Anforderungen möglichst gerecht zu werden, versucht das Projekt Lebendige Alster alternative Wege zu gehen.

An der Rehmkoppelrausche wirken nun Kiesschüttungen starker Ufererosion entgegen, die dem Weg zuzusetzen drohte. Außerdem wurden Strömungslenker gebaut, die zusammen mit dem kiesigen Substrat einen idealen Lebensraum im Wasser darstellen. Hervorstehende Baumwurzeln fangen Treibgut und verhindern gleichzeitig, dass die Strömungslenker zu Kiesrampen für Hunde und Kinder werden. Diese Totholzelemente sind besonders wichtige Strukturen im Fließgewässer und dienen unter anderem als Unterstand für Fische. Ein mittiges Kiesbett vervollständigt den Maßnahmenkomplex, der Ende Juli abgeschlossen wurde. Hoffentlich finden sich hier bald die ersten Bachforellen zum Laichen ein.

Mo

31

Jul

2017

Der Fluss und die Aue als funktionelle Einheit oder: "Wie lassen sich Hochwasser verhindern?"

Hochwasser an der Alster
Hochwasser an der Alster

Fluss und umliegende Landbereiche, die Aue, bilden eine funktionelle Einheit in vielerlei Hinsicht. Die klaren Grenzziehungen zwischen Wasser und Land sind ein typisch menschliches Konstrukt, wohl eher auf dem Schreibtisch der Verwaltungen geboren und ohne sinnvolle Entsprechungen in der Wirklichkeit. Fließgewässer haben ein wechselhaftes Gesicht. Je nach Landschaft durch die sie fließen und je nach Jahreszeit und Wetter verändern sie ihren Charakter und das teilweise binnen kurzer Zeiträume.

Gewässer treten im flachen Norddeutschland natürlicherweise oft und lange während der feuchten Wintermonate über die Ufer. In diesen Hochwasserperioden entledigen sich die Gewässer einer Fracht, die sich ansonsten ungünstig auf die Gewässerökologie auswirken würde. Sand, Schlamm und große Mengen an Nährstoffen lagern sich in der Aue ab und formen diesen dynamischen Lebensraum, der mit üppiger Vegetation reagiert.

Nährstoffe und Platz waren rar, weswegen die Auen unter einen Nutzungsdruck gerieten, der sie häufig ihrer positiven Funktionen für das Gewässer beraubte. Mit traurigen Folgen für die Lebewesen der Gewässer und Auen. Heute sind beispielsweise weniger als 5 % der niedersächsischen Gewässer in einem guten ökologischen Zustand. Die Aue gilt als einer der stärksten gefährdeten Lebensräume überhaupt. Der normale Vorgang der Ausuferung bei Hochwasser bedroht heutzutage, zumal im urbanen Einzugsgebiet, Eigentum und Infrastruktur. In der Vergangenheit galt deswegen der Optimierung des Abflusses das Hauptaugenmerk. Das geschieht allerdings stets zum Nachteil des unteren Gewässeranliegers, welcher so noch größere Lasten zu tragen hat… das St. Florian Prinzip.

Eine intakte Aue und ein Einzugsgebiet, die den Abfluss von Starkregenereignissen verzögert abgeben, ist das Ziel einer nachhaltigen Wasserwirtschaft. Entsiegelung, dezentrales Wassermanagement, Dachbegrünung, Anlage von Rückhaltebecken und Reduzierung der Nutzung von Flächen in der Aue sind Maßnahmen, die Überschwemmungen reduzieren helfen und gleichzeitig der Gewässerökologie nutzen.

Mi

19

Jul

2017

Kanutour auf der Alster am 28. Juli

Lebendige Alster lädt herzlich zu einer familienfreundlichen Kanutour (Kinder ab ca. 8 Jahren) am 28. Juli 2017 ab 15 Uhr ein.

Weitere Informationen gibt es hier.

Mi

19

Jul

2017

Lebens(t)raum Alsteraue - Bedeutung der Alster als Rückzugsgebiet und für den Biotopverbund in der Metropolregion

Männchen der Gebänderten Prachtlibelle (Calopteryx splendens)
Männchen der Gebänderten Prachtlibelle (Calopteryx splendens)

Wie soll der Wert eines Lebensraumes wie der Alster bemessen werden? Können ökosystemare Dienstleistungen, wie Rückhalt von Hochwasser und Erneuerung von qualitativ hochwertigen Grundwasserreserven, überhaupt beziffert werden? Fragen, die in erster Linie die Bürger Hamburg interessieren sollten. Für die Flora und Fauna steht der monetäre Wert der Alster und der sie begleitenden Aue außerfrage. Ohne den vielgestaltigen Lebensraum verschwinden viele Pflanzen- und Tierarten, die hier ihre letzten Rückzugsräume in der Metropolregion Hamburg haben oder die den Alsterraum nutzen, um klammheimlich in die Stadt vorzudringen.

Viele Waldpflanzenarten wie das heimische Springkraut (Impatiens noli-tangere) und das Große Hexenkraut (Circaea lutetiana) oder Pflanzen der Aue und feuchten Wiesen, wie das Sumpfreitgras (Calamagrostis canescens), Mädesüß (Philipendula ulmaria) und Kohlkratzdistel (Cirsium oleraceum) kommen hier häufig vor. Die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) und die seltenere Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) lassen sich an der üppigen Ufervegetation beobachten. Aber auch große Säugetiere, wie Reh und Fuchs sind regelmäßige Besucher der Alsteraue. Ob vielen bekannt ist, dass auch Wildschweine entlang der Alster bis nach Wellingsbüttel vordringen, ist zweifelhaft. Die Spuren sind für aufmerksame Beobachter nicht zu übersehen.

Do

13

Jul

2017

Vom Ententeich zum Fließgewässer: Kiesrausche an der Alster im Hohenbuchenpark kurz vor Fertigstellung

Eine Kiesrausche entsteht im Hohenbuchenpark
Eine Kiesrausche entsteht im Hohenbuchenpark

Bereits in der ersten Juniwoche rückten die Bagger an, um die geplante Kiesrausche im Hohenbuchenpark umzusetzen. Der Abschnitt befindet sich im Rückstaubereich der Schleuse Poppenbüttel, was dazu führt, dass hier das Fließgewässer Alster zu einem Stauteich verändert wird. Die Strömungsgeschwindigkeit ist sehr gering und der Fluss zeigt kaum Dynamik. Diese Situation ist sehr ungünstig für viele fließgewässertypische Tierarten, die auf sauerstoffreiches Wasser angewiesen sind, wie Bachforellen und Köcherfliegenlarven.

Der Ausbau der Vergangenheit hat dazu geführt, dass das Bachbett sehr gleichmäßig gestaltet ist und keine typischen Strukturen wie Kolk-Rausche-Abfolgen, mit den dort vorzufindenden wechselnden Sohlsubstraten, aufweist. Der Strukturreichtum, der sich in naturnahen Gewässern in großen Mengen Totholz und Kiesbänken widerspiegelt, wurde zu Gunsten des Gewässerausbaus zerstört.

Mit 200 Tonnen Kies und Geröll wird in diesem Bereich eine Kiesrausche angelegt, die diese verlorengegangen Strukturen wiederherstellt. Die Strömungsgeschwindigkeit im Bereich der Rausche liegt mit etwa 1 m pro Sekunde deutlich über dem Durchschnitt den die aufgestaute Alster in diesem Abschnitt sonst zeigt. Ob die FFH Art Bachneunauge und aufsteigende Meerforellen die Kiesbank als Laichplatz annehmen wird sich hoffentlich bald zeigen.

Fr

30

Jun

2017

Lebendige Alster-Ausstellung in der HafenCity Universität vom 30. Juni bis 23. Juli

Lebendige Alster-Ausstellung in der HCU
Lebendige Alster-Ausstellung in der HCU

In der Ausstellung werden die unterschiedlichen Inhalte des Aktionsbündnisses dargestellt. Ein besonderer thematischer Schwerpunkt wird auf die innerstädtischen Alsterabschnitte, die Fleet-Alster, gelegt. Ein extremer Lebensraum zwischen Häuserschluchten aus Beton und Stahl, sehr stark überprägt, verlangt er kreative Ideen und Planungen, um Lösungen für die starken Einschränkungen des Lebensraumes zu finden.

„Ist dies überhaupt noch Natur?“, wird sich manch ein Interessierter fragen. Die Antwort kann sehr unterschiedlich ausfallen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Antje Stokmann und Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Dickhaut von der HCU, soll ein Austausch zum ambivalenten Thema „Urbane Gewässer“, am Freitag, den 21.7. ab 10 Uhr stattfinden. Das Team vom Projekt Lebendige Alster wird das erfolgreiche Projekt und die umgesetzten Maßnahmen vorstellen und einen möglichen Ausblick auf 2018 geben.
Treffpunkt ist im Foyer beim Westeingang der HCU.

Ausstellung „Lebendige Alster“ in der Hafen City Universität

Veranstaltung: „Urbane Gewässer“

Wo: HCU, Foyer beim Westeingang, Überseeallee 16, 20457 Hamburg

Ausstellungszeitraum: 30.6.-21.7.2017

Mo

26

Jun

2017

Kanutour mit Bezirksamtsleiter Wandsbek

Kanutour mit dem Leiter des Bezirksamts Wandsbek
Kanutour mit dem Leiter des Bezirksamts Wandsbek

Bei einer informativen und meist idyllischen Tour störte Herrn Ritzenhoff doch eines sehr: an vielen privaten Ufern war Kompost und organischer Abfall bis in die Alster hinein gelagert. "Die Alster sollte von niemandem zur Abfallentsorgung missbraucht werden, das gilt auch für Rasenschnitt und Laubkompost!" - so Herr Bezirksamtsleiter Ritzenhoff.

Wolfram Hammer, Mitarbeiter des Projektes Lebendige Alster, schätzt, dass allein auf der kurzen Strecke von Wohldorf bis zur Mellingburg weit über 100 Kubikmeter Kompostabfall am Ufer liegen, die unweigerlich beim nächsten Hochwasser von der Alster mitgenommen werden und dann zu bedenklichem Sauerstoffmangel im Fluss beitragen.

Fr

23

Jun

2017

Fischmonitoring im Alsterfleet

Mit einem Sonar werden Fische an den Stromkokons im Alsterfleet beobachtet
Mit einem Sonar werden Fische an den Stromkokons im Alsterfleet beobachtet

Schwankende Wasserstände, hohe Fließgeschwindigkeiten bei Schleusenvorgängen - keine Frage, das Alsterfleet ist ein extremer Lebensraum! Aber wie geht es den Fischen im Alsterfleet? Um dieser Frage auf die Spur zu kommen hat das Projekt Lebendige Alster im Sommer letzten Jahres Fischunterstände in das Fleet eingebracht, die nun einem Monitoring unterzogen werden.

Eine Spezialfirma aus NRW wurde beauftragt mit einem Sonar den Bereich um die Unterstände zu untersuchen, um herauszufinden, ob diese bei bestimmten Ereignissen oder zu bestimmten Zeiten aufgesucht werden. Auf einem Ponton an der Adolphsbrücke wurde das Sonar für drei Tage installiert, um einen „akustischen Film“ zu erzeugen. Das Team Lebendige Alster ist gespannt auf die Ergebnisse, denn auf Basis dieser Erfolgskontrolle sollen weitere Maßnahmen im Alsterfleet geplant und umgesetzt werden. Die Ergebnisse werden gegen September vorliegen.

Di

13

Jun

2017

Alstertagung 2017 in der GLS Bank

Jeroen Everaert und die schwimmenden Bäume von Rotterdam
Jeroen Everaert und die schwimmenden Bäume von Rotterdam

Ein voller Erfolg war die Alstertagung am 8. Juni 2017. Über den Dächern der Stadt trafen sich im Sitzungssaal der GLS Bank 80 Alsterfreunde und hörten sich die Vorträge der 8 Referenten an. Sogar Umweltsenator Jens Kerstan war vor Ort und begrüßte die Gäste der Veranstaltung. Wie in den vergangenen Jahren war das Feedback der Veranstaltung durchweg positiv. Hierzu hat neben den schönen Räumlichkeiten und dem guten Essen sicherlich auch die abgerundete Mischung der Vorträge beigetragen.

Mit Jeroen Everaert aus Rotterdam sowie Dr. Thomas Ofenböck und Dr. Karin Pall aus Wien konnten erstmals internationale Redner für dieTagung gewonnen werden. Der Kunstproduzent Everaert inspirierte die Gäste mit seinem Projekt „die schwimmenden Bäume von Rotterdam“ zu einer interdisziplinären und erweiterten Sichtweise auf das Thema Stadtplanung und Hafennutzung. Ofenböck und Pall zeigten Probleme und Potentiale bei der ökologischen Entwicklung von städtischen Stillgewässern auf. Der ehemalige Lebendige Alster Mitarbeiter Karsten Borggräfe ordnete mit seinem Vortrag für die Stiftung Lebensraum Elbe das Projekt in den größeren Kontext von Projekten und Maßnahmen für den Gesamtschutz des Elbästuars ein. Das Thema Feinsediment wurde von Dr.Jens Kiesel als ständiges Problem für das Erreichen des guten ökologischen Zustands von Fließgewässern dargestellt. Über die Biologie des europäischen Aals und die besorgniserregende Situation des Gesamtbestandes berichtete Dr.Reinhold Hanel. Helmut Ramers von der BUE Hamburg und Achim Schimpf vom Bezirksamt Wandsbek konnten mit konkreten Beiträgen zur Situation der Durchgängigkeit der Alster und weiterer geplanter Maßnahmen den Kreis der Vorträge schließen. Wolfram Hammer vom Projekt Lebendige Alster stellte den aktuellen Stand der umgesetzten Maßnahmen dar und die Perspektiven des Projektes Lebendige Alster nach 2017.

Auch die Exkursion an das Alsterfleet am Folgetag war mit 30 Interessierten sehr gut besucht. Gemeinsam erläuterten Wolfram Hammer vom Projekt Lebendige Alster und Helmut Ramers von der BUE die ökologischen Probleme dieses interessanten Lebensraumes und stellten bereits umgesetzte sowie noch geplante Maßnahmen vor, die die Lebensraumbedingungen in den städtischen Gewässern verbessern.

Fr

02

Jun

2017

Uferverbau

Uferverbau an der Alster
Uferverbau an der Alster

Uferbefestigungen verschiedenster Art können noch an vielen Stellen auch im Oberlauf der Alster beobachtet werden. Noch vor wenigen Jahrzehnten war fast das gesamte Ufer zwischen Ohlsdorfer und Wohldorfer Schleuse mit Steinschüttungen und Flechtmatten aus Bongossi-Holz befestigt. Das Wasser sollte auf diese Weise möglichst gut und schnell ablaufen. Die Befestigungen verhindern aber, dass die Wurzeln von Uferbäumen in das Wasser wachsen können und sorgen für eine monotone Fließgeschwindigkeit im Gewässer.

Wenn dagegen Erlen die Uferbepflanzung an Gewässern bilden, befestigen sie mit ihren Wurzeln effektiv die Ufer und vergrößern gleichzeitig die Strukturvielfalt. Die im Wurzelbereich entstehenden Unterspülungen sind Unterstände und Rückzugsräume für Fische. Entstehende Flachwasserbereiche dienen als Laich- und Jungfischhabitate. Außerdem können sich Uferröhrichte ansiedeln, die wiederum Lebensraum und Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl an Organismen darstellen.

Mi

24

Mai

2017

Erlenbruchwald an der Alster

Erlenbruchwald an der Alster
Erlenbruchwald an der Alster

Zwischen Ohlsdorf und Fuhlsbüttel, ein wenig flussabwärts des Teetzparks, kann man vom Alsterwanderweg in einen Erlenbruchwald schauen. Im Gegensatz zu einem regelmäßig überfluteten Auwald ist ein Bruchwald ein permanent nasser, langfristig gefluteter Wald am Rande von Bach- und Flusstälern. Phasen des vollständigen Austrocknens fehlen hier. Namensgebend ist die dominante Art Schwarzerle (Alnus glutinosa). Die Erle erträgt starke Vernässung besser als viele andere Baumarten. In der Krautschicht der Wälder dominieren Sumpfpflanzen wie Seggen, Farne und Moose. Im Frühjahr erscheinen die gelben Blüten der Sumpfdotterblume (Caltha palustris).

Früher dienten Bruchwaldgebiete der Brennholzversorgung. Die Erlen wurden regelmäßig auf den Stock gesetzt, also direkt über der Wurzel abgeschlagen. Durch den anschließenden Austrieb aus dem Stumpf entstand die Vielstämmigkeit, die sich an den Erlen der Bruchwälder beobachten lässt. Entwässerung der Bruchwälder als Folge von Gewässerausbau, intensiver Gewässerunterhaltung und Grundwasserentnahmen machen Erlenbruchwälder zu einer der am meisten gefährdeten Waldgesellschaften in Mitteleuropa.

Di

16

Mai

2017

Totholzeinbau am Haselknick

Eingebautes Totholz am Haselknick
Eingebautes Totholz am Haselknick

Der Einbau von Totholz als Strukturelement ins Gewässer ist eine der Hauptaufgaben des Projekts Lebendige Alster. Natürlicherweise müssten die Mengen von Totholz in den Gewässern jenseits unserer Vorstellungen liegen. Das ist nicht weiter verwunderlich, flössen die Gewässer des Tieflandes doch weitestgehend durch bewaldete Landschaften. Jeder Sturm fordert seinen Tribut und so sammeln sich große Mengen an Totholz in den Gewässern an. Holz, das im Wasser liegt, verrottet sehr langsam und kann Jahrzehnte bis Jahrhunderte Bestand haben. Es dient während dieser Zeit als wertvoller Lebensraum, als Anheftsubstrat für Makrozoobenthos, Unterstand für Fische und vor allem hat es entscheidenden Anteil an der dynamischen Selbstgestaltung eines Flusses.

Über lange Zeiträume ist das Holz von den Wasserbehörden aus den Bächen und Flüssen geräumt worden. Mittlerweile findet ein Umdenken statt. Es wurde erkannt wie wichtig Totholz für unsere Gewässer ist. Als Raubaum, Strömungslenker, Faschine oder Baumwurzel wird Totholz vom Projekt Lebendige Alster ins Gewässer eingebaut - für eine naturnahe Entwicklung der Alster. Weitere 20 Einbauten im Bereich Haselknick sind gerade fertiggestellt worden.

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Mi

10

Mai

2017

Die Alsteraue, Lebensraum für seltene Pflanzenarten

Die Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)
Die Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)

Die Alster ist in großen Strecken als urbanes Gewässer zu bezeichnen. Durch Wehre reguliert und aufgestaut, mit Uferbefestigungen und ohne eine dynamische, durch Überschwemmungen geprägte Aue, mit ihren einzigartigen und faszinierenden Lebensgemeinschaften. Es finden sich aber in vielen Abschnitten noch sehr naturnahe Bereiche an der Alster, die viele typische Aueaspekte zeigen. So finden sich gerade an der Alsteraue oberhalb Fuhlsbüttel noch Zeugnisse einst verbreiteter feuchter Laubwälder mit ihrem wunderschönen Frühjahrsaspekt. Viele seltene Pflanzenarten wie Gelbes-Buschwindröschen (Anemone ranunculoides), Schlüsselblume (Primula elatior), Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium) und Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum) finden hier noch einen geeigneten Standort.

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Fr

05

Mai

2017

„Lebendige Alster“-Wanderausstellung bis zum 31. Mai im Bezirksamt zu sehen

Ausstellungseröffnung im Bezirksamt Wandsbek
Ausstellungseröffnung im Bezirksamt Wandsbek

Mit den Worten „Was ist Hamburg ohne Wandsbek?“ eröffnete Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff gestern die Ausstellung des Projekts Lebendige Alster auf der Ausstellungsfläche des Bezirksamtes Wandsbek. Recht hat er mit dieser Frage. Für das Projekt stellt sich aber vor allem die Frage:“ Was wäre die Alster ohne Wandsbek?“

Die Antwort ist: Wenig, denn hier finden sich nach Aussage von Carsten Schröder von der Wasserwirtschaft „mehr als 400 km Fließgewässer“, die zu einem Gutteil in die Alster entwässern. Darunter finden sich die Wandse, Osterbek und Seebek, aber auch die Ammersbek, Bredenbek und Mellingbek, die zu den naturnahesten Gewässern der Hansestadt gehören. Schon seit Jahren nimmt der Bezirk eine Vorreiterrolle im Gewässerschutz ein. Mit der Bachpatenbetreuerin Verena Rabe hat der Bezirk eine beseelte Person, die seit über einem Jahrzehnt unermüdlich dafür sorgt, dass sich der Lebensraum Fließgewässer zum besseren wandelt.

In der Ausstellung zeigt das Aktionsbündnis Inhalte und Resultate seines Projektes. Unter anderem können die Besucher erfahren, wie Alster und Alsteraue wieder naturnäher gestaltet werden können, welches Entwicklungspotential zu erwarten ist und welche Maßnahmen hierfür geeignet erscheinen. Durch die Aufwertung der Lebensräume soll indirekt auch die Möglichkeiten zur Naherholung und so die Lebensqualität der Menschen gesteigert werden, schließlich ist die Alster das Gewässer der Herzen der Hamburgerinnen und Hamburger.

Ausstellung „Lebendige Alster“

Wo: Bezirksamt Wandsbek, Schloßstr. 60, 22041Hamburg, Ausstellungsfläche im 2.OG

Ausstellungszeitraum:03.05.-31.5.2017

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Fr

21

Apr

2017

Lebendige Alster-Ausstellung in der Behörde für Umwelt und Energie eröffnet

Das Team von Lebendige Alster stellt seine Ausstellung in der Behörde für Umwelt und Energie vor
Das Team von Lebendige Alster stellt seine Ausstellung in der Behörde für Umwelt und Energie vor

Das Team von Lebendige Alster stellte am Donnerstag seine Ausstellung in der Behörde für Umwelt und Energie vor. Vertreter der Behörde und der Stiftung Lebensraum Elbe ließen sich die Ausstellungsstücke erklären. Neben einigen Ausstellungstafeln zu verschiedenen Projektinhalten zeigt ein Diorama Ideen zur ökologischen Aufwertung der Fleete in der Hamburger Innenstadt. Ein Modell von bereits im letzten Jahr in den Fleeten ausgebrachten Strukturelementen veranschaulicht die Pilotmaßnahme. Alle Beteiligten waren sehr angetan von dem Projekt.

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Do

13

Apr

2017

Ausstellung zum Projekt „Lebendige Alster“ in der Behörde für Umwelt und Energie vom 19. April bis 2. Mai 2017 / Eröffnung am 19. April, 16 Uhr

Das Diorama zeigt Beispiele zur Entwicklung einer lebendigen Fleetalster
Das Diorama zeigt Beispiele zur Entwicklung einer lebendigen Fleetalster

In der Ausstellung in der Behörde für Umwelt und Energie zeigt das Aktionsbündnis Inhalte und Resultate seines Projektes. Unter anderem können die Besucher erfahren, wie Alster und Alsteraue wieder naturnäher gestaltet werden können, welches Entwicklungspotential zu erwarten ist und welche Maßnahmen hierfür geeignet erscheinen. Durch die Aufwertung der Lebensräume sollen indirekt auch die Möglichkeiten zur Naherholung und so die Lebensqualität der Menschen gesteigert werden, schließlich ist die Alster das Gewässer der Herzen der Hamburgerinnen und Hamburger.

Viele Maßnahmen wurden im Rahmen des Projektes konzipiert, geplant und auch umgesetzt. Auf der Ausstellungsfläche werden ein Modell des Alsterfleetes mit geplanten und umgesetzten Maßnahmen gezeigt und ein Prototyp eines Fleet-Strukturelementes. Begleitet werden die Ausstellungsstücke durch Infotafeln, die sich mit der Ökologie der Alster und der urbanen Situation im Alsterfleet beschäftigen. Die Ausstellung wird im Foyer der Behörde für Umwelt und Energie, NeuenfelderStraße 19, gezeigt und ist vom 19. April 2017 bis zum 3. Mai 2017 zu besichtigen.

Ausstellung „Lebendige Alster“

Eröffnung: Mi, 19.4., 16 Uhr

Wo: Behörde für Umwelt und Energie, Neuenfelder Straße 19

Ausstellungszeitraum:19.4.-3.5.2017

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Mo

03

Apr

2017

Totholz in der Bredenbek

Unterlauf der Bredenbek in Abendstimmung.
Unterlauf der Bredenbek in Abendstimmung.

Die Bredenbek im Naturschutzgebiet Rodenbeker Quellental ist einer der naturnahesten Bäche des Alstereinzugsgebietes. Unter anderem ist dies an der großen Menge Totholz zu erkennen, das sich im Gewässer befindet.

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Mo

13

Mär

2017

Alsterfleet ist voller Leben

Hamburg steht auf Stelzen - ein interessanter künstlicher Lebensraum.
Hamburg steht auf Stelzen - ein interessanter künstlicher Lebensraum.

Den Lebensraum Fleet-Alster aus der Nähe zu betrachten ist am Freitag möglich gewesen. Zu Reparatur- und Wartungszwecken wurde das Wasser abgelassen.
Im Alsterfleet tobt das Leben. Große Mengen von Dreikant-, Maler- und Großer-Flussmuschel besiedeln den urbanen Lebensraum. Neben Schwarzmundgrundeln konnten Zander, Fluss- und Kaulbarsche und Brassen nachgewiesen werden. Der erfreulichste Fund waren jedoch drei Jungaale. Der Aal ist mittlerweile vom Aussterben bedroht.

Mi

08

Mär

2017

Hamburger FÖJler arbeiten für die Alster

"Gemeinsam für die Natur engagieren!" Nach diesem Motto arbeiteten Hamburger FÖJler am vergangenen Mittwoch mit dem Projekt Lebendige Alster.
"Gemeinsam für die Natur engagieren!" Nach diesem Motto arbeiteten Hamburger FÖJler am vergangenen Mittwoch mit dem Projekt Lebendige Alster.

Im Hohenbuchenpark in Poppenbüttel finden sich Reste ökologisch wertvoller Feuchtwiesen, die zu verbuschen drohen. Gemeinsam wurden Gehölze entfernt und die Wiese gemäht. Das Holz wurde als Totholzelement in die Alster eingebaut um Fischen und Makrozoobenthos einen Lebensraum zu bieten.

Fr

03

Mär

2017

Lebendige Alster Ausstellung im Bezirksamt Nord

Strukturelemente werden als Ersatzlebensraum in die Fleetalster eingebracht.
Strukturelemente werden als Ersatzlebensraum in die Fleetalster eingebracht.

Die Wanderausstellung des Projektes Lebendige Alster ist nun im Bezirksamt Nord in der Kümmelstraße 5-7 zu besichtigen. Es werden unter anderem Strukturelemente gezeigt, wie sie in der Fleetalster eingesetzt werden.

Der Schaukasten zeigt die Situation des Lebensraumes Fleetalster und die Maßnahmenvorschläge des Projektes Lebendige Alster.
Der Schaukasten zeigt die Situation des Lebensraumes Fleetalster und die Maßnahmenvorschläge des Projektes Lebendige Alster.

Do

16

Feb

2017

Lebendige Alster stellt aus

Lebendige Alster Ausstellung im BA Eimsbüttel.
Lebendige Alster Ausstellung im BA Eimsbüttel.

Das Projekt Lebendige Alster präsentiert die Ausstellung über das Projekt an der Alster im Bezirksamt Eimsbüttel / Grindelhochhäuser, Grindelberg 62-66. Besonders interessant ist ein Schaukasten, der die geplanten Maßnahmen in der innerstädtischen Fleet-Alster darstellt. Zu sehen ist die Ausstellung bis Ende Februar.

Das Diorama stellt die geplanten Maßnahmen für die innerstädtische Fleet-Alster dar. Ein Teil der Maßnahmen wurde bereits 2016 umgesetzt.
Das Diorama stellt die geplanten Maßnahmen für die innerstädtische Fleet-Alster dar. Ein Teil der Maßnahmen wurde bereits 2016 umgesetzt.
Auch das BA Eimsbüttel ist für einen Teil der Alster zuständig und damit Partner des Projekt Lebendige Alster.
Auch das BA Eimsbüttel ist für einen Teil der Alster zuständig und damit Partner des Projekt Lebendige Alster.

Mi

15

Feb

2017

Großkampftag im Hohenbuchenpark

Heute fand ein Großkampftag an der Alster im Hohenbuchenpark statt. Stubben wurden von einer Firma in die Alster eingebaut. Günstig wirkte sich der niedrige Wasserpegel aus, so konnten die Stubben weit in der fließenden Welle platziert werden. Eine super Struktur für Fische!

Daneben haben Ehrenamtliche mit Motorsäge und Freischneider die wervollen Feuchtwiesen in der Alsteraue freigestellt und vor dem Verbuschen bewahrt. Begleitet wurden die Arbeiten von einem Kamerateam, das Aufnahmen mit einer Drohne gemacht hat. Wir hoffen die Aufnahmen in Kürze online zeigen zu können.