Start für das Folgeprojekt „Lebendige Alster – Neue Gewässerlandschaften für Hamburg"

Umweltverbände setzen das erfolgreiche Kooperationsprojekt zur naturnahen Entwicklung der Alstergewässer fort. In den nächsten vier Jahren liegt der Fokus auf den Lebensräumen in den Fleeten und der Außenalster.

Seit Sommer 2011 setzen sich die drei Umweltverbände Aktion Fischotterschutz, BUND Hamburg und NABU Hamburg in dem  Kooperationsprojekt „Lebendige Alster“ für die naturnahe Entwicklung der Alster und ihrer Nebengewässer ein. Im Januar erfolgte der Startschuss für das Folgeprojekt, bei dem das Hauptaugenmerk auf den innerstädtischen Bereichen der Alster liegt.

Von der Quelle bis zur Mündung in die Elbe hat die Alster eine Länge von 56 Kilometern. Verschiedenste, teilweise seltene Lebensräume finden sich an diesem Fluss. Wanderfische, wie zum Beispiel die Meerforelle, können dank der neu errichteten Fischaufstiegsanlagen an der Mühlenschleuse und an der Rathausschleuse wieder in die Alster aufsteigen. Dann gelangen sie jedoch in den strukturarmen und wenig naturnahen Bereich der Fleete. Im Rahmen des Projektes Lebendige Alster wurden bereits zahlreiche, innovative Maßnahmen zur Schaffung neuer Lebensräume in den Fleeten umgesetzt. Weitere sollen folgen.

"Hamburg als Umwelthauptstadt trägt eine besondere Verantwortung für seine zahlreichen Gewässer“, erklärte Alexander Porschke vom NABU Hamburg. „Neben der Natur profitieren aber auch Hamburgs Bürgerinnen und Bürger.“ Denn außer der naturnahen Entwicklung der Alstergewässer stehen auch die Verbesserung der Naherholung sowie Umweltbildungsangebote auf dem Programm der Verbände. Dabei zählen die drei Naturschutzverbände auf die Mitarbeit von Akteuren vor Ort. „Bürger, Verbände und Behörden sind wichtige Partner in der Planung und Umsetzung von Maßnahmen an der Alster“, betonte Dr. Oskar Kölsch von der Aktion Fischotterschutz. „Dadurch wollen wir sicherstellen, dass die Arbeit für eine lebendige Alster auf breite Akzeptanz stößt. Für die Natur wie auch für die hier lebenden Menschen sollen am Ende spürbare Verbesserungen herauskommen.“

Bereits im ersten Projekt wurden zahlreiche selten gewordene Lebensraumtypen gestaltet. In den Kiesbetten tummeln sich wieder die Larven selten gewordener Kleinstlebewesen wie Eintagsfliegen und Steinfliegen. In den mit dem Bagger geschaffenen Auenbereichen laichen Amphibien und Fische, deren Nachkommen strömungsberuhigte, planktonreiche Gewässerbereiche brauchen. Mehrere Schulen wurden in die Umweltbildung des Projekts eingebunden und weitere sollen folgen.

„Im Folgeprojekt legen wir einen Fokus auf die innerstädtischen Lebensräume. Der Lebensraum und Wanderkorridor Fleetalster soll zum einen verbessert und zum anderen erlebbarer werden“, erklärt Sabine Voß vom BUND Hamburg an. „Und an der Außenalster wollen wir gemeinsam mit den Hamburger Bürgern nach Potentialen für mehr Naturnähe suchen.“

Das Projekt "Lebendige Alster - Neue Gewässerlandschaften für Hamburg" wird vor allem mit Mitteln der Stiftung Lebensraum Elbe sowie der Behörde für Umwelt und Energie Hamburg gefördert. Als weitere Unterstützerin konnte die NKG Hanseatische Natur- und Umweltinitiative (NKG HNUI) gewonnen werden. 

Die Alster-Bildergalerie