Startschuss für das Projekt „Lebendige Alster“

Umweltverbände beginnen Kooperationsprojekt zur naturnahen Entwicklung der Alstergewässer

Aktion Fischotterschutz, BUND Hamburg und NABU Hamburg gaben im Sommer 2011 gemeinsam mit dem Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Holger Lange, den Startschuss für das Kooperationsprojekt „Lebendige Alster“. Die drei Umweltverbände wollen sich in dem gemeinsamen Vorhaben in den nächsten Jahren für die naturnahe Entwicklung der Alster und ihrer Nebengewässer einsetzen und damit einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt in der Stadt liefern. Ein symbolischer Steinwurf durch alle Akteure von einer Fußgängerbrücke an der Alster eröffnete das Projekt.

„Die Bäche und Flüsse sind Lebensadern unserer Stadt. Dafür trägt Hamburg als Umwelthauptstadt eine besondere Verantwortung“, erklärte Alexander Porschke vom NABU Hamburg. „Neben der Natur profitieren aber auch Hamburgs Bürgerinnen und Bürger.“ Denn außer der naturnahen Entwicklung der Alstergewässer stehen auch die Verbesserung der Naherholung und Umweltbildungsangebote auf dem Programm der Verbände. Dabei zählen die drei Naturschutzverbände auf die Mitarbeit von Akteuren vor Ort. „Bürger, Verbände und Behörden sind wichtige Partner in der Planung und Umsetzung von Maßnahmen an der Alster“, betonte Dr. Oskar Kölsch von der Aktion Fischotterschutz. „Dadurch wollen wir sicherstellen, dass die Arbeit für eine lebendige Alster auf breite Akzeptanz stößt. Für die Natur wie auch für die hier lebenden Menschen sollen am Ende spürbare Verbesserungen herauskommen.“

Jahrzehntelang waren Hamburgs Gewässer weitgehend auf ihre Entwässerungs-Funktion reduziert und entsprechend betoniert und verbaut worden. Das soll sich jetzt ändern. Die Initiatoren haben sich ambitionierte Ziele gesetzt: Mit Maßnahmen und Aktionen wollen sie die Gewässer und die sie begleitenden Grünzüge naturnah gestalten und so Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen, die übermäßige Sandfracht im Wasser verringern sowie die Alster und ihre Nebenflüsse für Fische und andere Tiere durchgängig gestalten. Außerdem sollen Schulen in die Umweltbildung des Projekts eingebunden werden. In den ersten Monaten stehen die Planungen im Vordergrund, jedoch sollen auch schon bald erste Maßnahmen umgesetzt werden. „Dem Startschuss wollen wir schon im Herbst die ersten Taten folgen lassen“, kündigte Sabine Voß vom BUND Hamburg an. „Die Kooperation der drei Verbände ist für Hamburg ein Novum und zeigt, welche hohe Priorität die Verbände der ökologischen Entwicklung der Alstergewässer beimessen.“

Gefördert wurde das Projekt zuerst mit Mitteln der Michael Otto Stiftung, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Erträgen der Lotterie Bingo! Die Umweltlotterie sowie der Freien und Hansestadt Hamburg. Inzwischen sind die Stiftung Lebensraum Elbe sowie die Behörde für Umwelt und Energie Hamburg die Hauptförderer.

Die Alster-Bildergalerie